Telefonstörung

Aufgrund einer Störung bei der Telekom ist unser Büro voraussichtlich bis Freitag, den 6.10.2017 nur unter der Rufnummer 02043-204110 erreichbar.

Unmoralische Angebote

In der letzten Zeit bekomme ich auffällig häufig Aufforderungen dahingehend, den entscheidenden Justizpersonen, also meistens Richterinnen und Richtern, ein erhebliches Sümmchen an Bargeld anzubieten, um diese zu einer bestimmten, für den Mandanten positiven Entscheidung zu veranlassen.

Da ich solche Angebotsaufforderungen nun öfter vernehme -manchmal mit einer erschreckenden Selbstverständlichkeit- und auch Kolleginnen und Kollegen manchmal davon berichten, frage ich mich inzwischen, wie viele Entscheider tatsächlich Geld angeboten bekommen und dies sogar annehmen. Angebote dahingehend wird es sicherlich einige geben, da braucht man ja keinen Anwalt als Mittler für. Ich gehe zwar davon aus, dass die allermeisten ablehnen werden, aber alle? Kann ich mir nicht vorstellen. Schade, dass der Deutsche Richterbund hierzu keine Statistiken veröffentlicht.

Bevor mir vorgeworfen wird, dass der Richterschaft mal wieder allein der schwarze Peter zugeschoben wird: Natürlich nicht. Auch Verteidigern soll manchmal unlauteres Geld angeboten werden – sei es zum Richter bestechen, zum Akteninhalt fälschen oder zu sonstigen schlimmen Dingen. Und bei einzelnen Protagonisten wage ich zu behaupten, dass da für Geld eine Menge geht. Es werden wenige sein, aber es sind immerhin diese Wenigen. Dieses Bauchgefühl deckt sich mit der Studie von Transparency International, wonach Deutschland zwar recht gut aufgestellt ist in der internationalen Korruptionsstatistik, aber eben auch nicht in den Top Ten zu finden ist.