Telefonstörung

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Richter Unentspannt

Die Hauptverhandlung war schon geprägt von heftigen Emotionsausbrüchen auf der Richterbank. Gegenüber den Zeugen wurden teilweise Dezibelzahlen angeschlagen, die den Arbeitsschutz hellhörig werden lassen müssen. Ich selber wurde zunächst nicht angeschrieen, stattdessen wurden bei meinen Statements, Befragungen und Anträgen gerne mal die Augen verdreht und vernehmbar laut durchgeatmet. Man würde bei solch einem Verhalten am liebsten den Ratschlag erteilen, sich doch zur eigenen Beruhigung ein anderes Tätigkeitsfeld auszusuchen. Im Grundbuchamt oder so.

Bei meinem Plädoyer schrieb er dann schon das Urteil. Kommt ja häufiger mal vor. Ändert aber nichts daran, dass ich so ein Verhalten nicht haben kann. Also höre ich auf zu sprechen, um zu testen, ob man mir überhaupt zuhört. Es passiert aber nichts, er schreibt einfach weiter. Nach geschätzten zehn Sekunden bemerkt der Herr dann das Fehlen meiner sonoren Stimme, schaut auf und raunzt mich an: Man könne schon gleichzeitig zuhören und schreiben, man könne zwei Dinge gleichzeitig tun, ich solle jetzt nicht mit diesen Spielchen anfangen, sonst werde man böse „Machen Sie doch Ihre Revision! Mir egal.„. Ich entschuldigte mich brav mit den Worten, nur höflich sein und nicht stören zu wollen. Als ich dann fertig war, der Mandant sein letztes Wort hielt, setzte er noch kurz die Unterschrift drunter und verkündete sein ausgewogenes Urteil.

Und nun warte und warte ich auf die neuerliche Akteneinsicht. Ich habe gegen das Urteil wie gewünscht Revision eingelegt und brauche zu deren Begründung halbwegs dringend die Akte. Die schickt man mir aber nicht. Warum auch immer… Naja, bis morgen habe ich noch und hoffe mal, dass für das Revisionsgericht drei Erinnerungen an die Übersendung der Akte für den Wiedereinsetzungsantrag reichen…