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Von Norwegen lernen

Für alle die, die wegen der Ereignisse in Norwegen nun meinen, das relativ liberale Strafjustizsystem Norwegens anprangern zu müssen, das keine lebenslänglichen Strafen kennt, bei dem das Pendant zur Sicherungsverwahrung und ewiger Inhaftierung in einem „psychiatrischen Krankenhaus“ nahezu ausgeschlossen ist und in dem -vor allem- Häftlinge anscheinend und in deutlichem Gegensatz zu hiesigen Verhältnissen wirklich menschenwürdig und mit klarem Blick auf die Resozialisierung gefangen gehalten werden (ich weiß, es geht noch schlimmer, aber dass es noch schlimmer ist, ist kein Argument, sondern einfach schlimm), denen sei mitgeteilt, wozu dieses antiautoritäre Strafjustizsystem so hinführen kann:

Im Reiseführer zu meinem letzten Norwegenurlaub hiess es unter der wohl üblichen Rubrik „mögliche Sicherheitsrisiken“, dass man (auch Klein-) Kriminalität nahezu vernachlässigen kann. „Wenn Sie etwas irgendwo versehentlich liegen lassen, können Sie nahezu sicher sein, dass irgendwer es Ihnen hinterher bringt und nicht gestohlen wird.“

Es ist eben nicht so, dass je liberaler ein System mit seinen Outlaws umgeht, es mehr Outlaws produziert. Es ist eher ein Indiz dafür, dass man Outlaws wieder integrieren kann, wenn man sich die Mühe macht.

Einen durchgeknallten Psychofundamentalistennazi wird kein System der Welt von seinen Taten abhalten können. Auch nicht die USA, die ihre Outlaws bekanntlich selber umbringen.

Den hiesigen fundamentalistischen Politikern, die dem Überwachungsstaat wie nach einem gefundenen Fressen wieder einmal das Wort reden, sei daher dringend ein Urlaub in einem friedlichen und liberalen Land ans Herz gelegt. Das beruhigt vielleicht die Gemüter.