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Vergaloppiert

Ein Vaterschaftsprozeß.

Der vermeintliche Vater, nennen wir ihn VV, hat sich auf einer Party sagen lassen, dass seine Tochter ihm gar nicht ähnlich sähe. Die Tochter habe doch viel mehr Ähnlichkeit mit dem eloquenten Ehebrecher EE. Die mutmaßliche Mutter (MM) verneint das zwar, aber VV beschäftigt lieber das Gericht.

Bevor nun ein teures Vaterschaftsgutachten eingeholt wird, hört sich das Gericht erstmal die Geschichte von den beteiligten Personen an. Manchmal kann man danach schon ausschließen, dass eine bestimmte Person als Vater in Betracht kommt.

Nun war EE durchaus gerichtsbekannt. Ein Stammkunde, der bei Gericht ein und aus ging. Durch alle Abteilungen. Bei den Richtern war EE durchaus unbeliebt.

Der Richter in unserem Prozeß hatte ebenfalls eine sehr geringschätzige Meinung über EE. EE selbst war der Anhörung zum Vaterschaftsprozeß ferngeblieben. Der Richter vernahm zunächst die MM. Man kam auch schnell zum Punkt: Der Richter fragte, ob in der sogenannten „gesetzlichen Empfängniszeit“, also runde 9 Monate plus/minus vor Geburt des Kindes Geschlechtsverkehr zwischen ihr und dem EE stattfand. „Nein“ war die kurze und präzise Antwort.

Dabei hätte man es belassen können. Mehr Fragen an die Mutter hätten sich erübrigt. Der Richter war nun aber irgendwie böse auf den VV, der diesen aus Sicht des Richters überflüssigen Prozeß anstrengte und redete sich förmlich in Rage: „Das habe ich mir gedacht. Das konnte ich mir auch nicht vorstellen. Eine Frau wie Sie und der EE. Lachhaft. Sowas kann ja gar nicht sein. Sie haben doch Geschmack, das sieht man, Sie sind eine anständige Frau. Hier wird sich doch niemand ernsthaft vorstellen, dass Sie und der EE… Ich kenne den EE ja nun auch schon lange und das passt ja einfach nicht. Das ist schon ein anderes Kaliber Frau, die sich auf den EE einlässt und so tief gefallen sind Sie gottseidank nicht…

Sprachs solange, bis die MM schüchtern aufzeigte und piepste: „Sie haben nach der Empfängniszeit gefragt. Da habe ich wirklich nicht mit ihm geschlafen. Etwa ein Jahr vorher endete unsere zweijährige Beziehung.

Word!